Refektorium

Das Refektorium, der ehemalige Speisesaal der Nonnen, eignet sich hervorragend für Tanzpartys, Indoor-Märkte und als Extraraum, wenn Sie zum Beispiel auch das Kaminzimmer und/oder den Kreuzgang für Ihr Fest mieten. Der Raum verfügt über eine eigene Küche die mit allen Annehmlichkeiten ausgestattet ist. Eine mobile Theke steht zur Verfügung um Ihren Gästen einen Drink zu servieren. Der Raum bietet viele Möglichkeiten für eigene Dekoration und ist gut in Kombination mit dem Kaminzimmer, dem Kreuzgang und der Seeterrasse zu nutzen.

Bestuhlungsmöglichkeiten

Gala

60 Personen

Parlament

42 Personen

Bankett

60 Personen

U-Form

27 Personen

Reihen

100 Personen

Empfang

200 Personen

Raumangaben

Länge (m)

Breite (m)

Höhe (m)

Fläche (m2)

Geschichte des Refektoriums

In seiner ursprünglichen Form nahm das Refektorium den gesamten Nordflügel ein, der 1407 zusammen mit dem daran angebauten Kreuzgang errichtet wurde. Es war ein einstöckiger Raum von etwa 30 Metern Länge, überspannt von einem Tonnengewölbe. Der Fußboden befand sich ungefähr auf demselben Niveau wie der Boden des Kreuzgangs.

In der nördlichen Außenwand befand sich in etwa fünf Metern Höhe eine Reihe von rechteckigen, kleinen Fenstern. Diese Fenster dienten dazu, den Raum tagsüber zu beleuchten. An einigen Stellen in der Außenwand ist die Form dieser Fenster noch erkennbar. Im oberen Teil der damaligen Ostfassade befand sich ein großes Spitzbogenfenster, das auch für die Lichtversorgung diente. Im Jahr 1771 wurde der Nordflügel mit dem Ostflügel verbunden.

Das Refektorium war vom Kreuzgang aus nur durch eine Spitzbogentür auf der östlichsten Seite zugänglich. In dem über 10 Meter hohen Raum gab es zwei Kamine, einen an der Wand auf der Nordseite und einen an der Wand auf der Ostseite. Durch das Vorhandensein dieser beiden Wärmequellen spielte das Refektorium eine wichtige Rolle im Leben der Klosternonnen. In den kalten Jahreszeiten war es der einzige Raum, der mit Hilfe der Kamine ausreichend beheizt werden konnte. Daher fungierte es als multifunktionaler Raum, in dem alle Arten von Aktivitäten stattfanden. Im Ostflügel, dem Wohn- und Schlafbereich, der nur für die Nonnen zugänglich war, gab es nur eine Feuerstelle.

Im Jahr 1521 fanden grundlegende Veränderungen am Kloster statt. Infolge der Zerstörungen durch den Burgunderkrieg wurde das Refektorium wieder aufgebaut und eine Klosterküche eingerichtet. Auf der Innenseite wurde eine gemauerte Querwand errichtet, die den Nordflügel in zwei kleinere Räume unterteilt. Der auf der Ostseite entstandene Raum war etwa doppelt so groß wie der auf der Westseite und blieb als Refektorium in Gebrauch. Der andere Raum sollte als Klosterküche dienen. Die beiden Kamine an der Nord- und Ostwand des Refektoriums blieben erhalten.

Heutzutage gibt es leider keine Spuren mehr von anderen historischen Elementen in dem Raum, der über Jahrhunderte eine so wichtige Rolle im Leben der vielen Nonnen spielte, die im Kloster Graefenthal ihr Leben Gott widmeten.